Fit fürs Netz: 6 Schritte zu mehr Medienkompetenz

Der Alltag ist geprägt von Scrollen, Liken und Posten. Doch nur weil wir täglich online sind, heißt das noch lange nicht, dass wir automatisch sicher und bewusst damit umgehen.

Medienkompetenz bedeutet, digitale Medien selbstbestimmt, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Dazu gehört nicht nur zu wissen, wie Instagram, TikTok oder eine Suchmaschine funktionieren. Es geht auch darum, Inhalte richtig einzuschätzen und zu hinterfragen.

  1. Nicht alles glauben

Eine Grafik oder ein gesprochenes Video machen eine Information noch lange nicht wahr. Schaut deshalb genauer hin: Wer steckt hinter dem Inhalt? Gibt es eine nachvollziehbare Quelle? Berichten auch andere seriöse Seiten darüber?

Gerade bei Fake News, manipulierten Bildern und Deepfakes wird diese Fähigkeit immer wichtiger.

  1. Bewusst konsumieren

Medienkompetenz bedeutet, bewusst auszuwählen, welchen Themen und Personen Ihr Aufmerksamkeit schenkt.

Wenn Euch bestimmte Inhalte dauerhaft wütend, unsicher oder unwohl machen, darf der Entfolgen-Button genauso selbstverständlich sein wie der Folgen-Button.

  1. Erst denken, dann teilen

Ein Klick und schon können Bilder, Videos oder persönliche Informationen bei vielen Menschen landen. Bevor Ihr etwas veröffentlicht, fragt Euch deshalb, ob Ihr damit auch in Zukunft noch ein gutes Gefühl habt.

Besonders bei Bildern und Informationen anderer gilt: Nicht alles, was Ihr besitzt oder zugeschickt bekommt, gehört automatisch ins Netz.

  1. Einfluss vom Netz

Euer Feed wird bestimmt, und zwar durch Euch selbst.

Plattformen stellen Inhalte anhand Eurer Aktivitäten und Interessen zusammen. Dadurch kann bei jedem von uns ein ganz anderer Eindruck davon entstehen, was gerade wichtig, beliebt oder normal ist. Auch wissenschaftliche Forschung beschreibt, wie stark Online-Informationen personalisiert und durch Plattformen gebündelt werden.

  1. Sich selbst und seine Daten schützen

Jede noch so kleine Information über Euch im Netz, sei es der Name, die Schule oder Fotos, anhand derer man Euren Wohnort erkennen könnte, sagt der Onlinewelt mehr über Euch aus, als Euch vielleicht bewusst ist. Medienkompetenz bedeutet deshalb auch, immer darauf zu achten, welche Informationen Ihr gerade preisgebt.

  1. Macht das Netz ein Stück besser

Medienkompetenz endet nicht beim eigenen Schutz. Wie wir kommentieren, diskutieren und auf andere reagieren, prägt den digitalen Raum mit.

Begegnet anderen respektvoll, widersprecht Hass und Diskriminierung, wenn Ihr Euch dabei sicher fühlt, und meldet problematische Inhalte.

Denn wer Medien verantwortungsvoll nutzt, denkt nicht nur darüber nach, was das Netz mit uns macht, sondern auch, was wir mit dem Netz machen.

Wirklich fit fürs Netz wird man nicht innerhalb eines Tages. Umso wichtiger ist es, diese Punkte im Alltag im Hinterkopf zu behalten und jeden Tag ein Stück sicherer und bewusster im Netz unterwegs zu sein.

Lachende Frau mit Smartphone vor dunklem Hintergrund und dem Schriftzug „6 Schritte zum Internet-Profi